Hallux Valgus: Behandlung von Ballenzehen ohne OP

Was ist ein Hallux Valgus?

Der Hallux valgus – auch Großzehenballen, Ballenzeh, schiefer Zeh oder Ballengroßzehe genannt – ist eine Fehlstellung der großen Zehe. Bei dieser Fehlstellung wandert der erste Mittelfußknochen in Richtung Körpermitte und der erste Zeh zum zweiten Zeh. Dies tritt v.a. bei Frauen im Alter ab 40 Jahren und zumeist beidseits auf. Dabei sind die ersten Anzeichen einer Fehlstellung oft schon bei jungen Mädchen erkennbar.

Durch die Abweichung kommt es zur Schiefstellung der Großzehe und der Ballen prägt sich verstärkt aus. Es kommt zu Rötung und/oder Schwellung an der Innenseite des großen Zehs durch den Platzmangel im Schuh. Schmerzen können, müssen aber nicht immer auftreten. Wenn ja, dann sind die Schmerzen unter dem großen Zeh bzw. auch an dem gebildeten Ballen, im Großzehengrundgelenk aufgrund der degenerativen Veränderungen oder durch die Schleimbeutelentzündung.

Je nach Zustand werden drei Formen unterschieden:

  • Leichte Form: Der Winkel zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen ist vergrößert. Erste knöcherne Ablagerungen bilden sich am ersten Mittelfußköpfchen. Schmerzen und Schwellungen treten auf.
  • Mittelschwere Form: Die Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk ist oftmals eingeschränkt, weil sich der Winkel vergrößert. Der Ballenzeh wird immer schmerzhafter, die Zehe immer schiefer. Entzündungen am Ballen sind möglich.
  • Schwere Form: Es entsteht ein weit abgeknickter Winkel des Mittelfußknochens. Die Großzehe kann sich sogar über oder unter die zweite Zehe schieben. Die Füße schmerzen permanent, auch in Ruhe. Fehlbelastungen sind die Folge.